LTE-Empfangs- und Sendezonen - Basic Documentation - RMK770-1

Kommunikation über KNX Bus

Product Family
Synco
Product Group
Air conditioning controller
Content Language
Deutsch
Content Type
Technische Dokumentation > Basisdokumentation
Status
Gültig
Date
2013-04-08
Document No
CE1P3127de
Download ID
A6V10075839
Stock No.
BPZ:RMK770-1
Product No.
RMK770-1

Begriffsdefinition

Einige Synco-Geräte ermöglichen den universellen Austausch der an den Eingangs- und Ausgangs-Klemmen anliegenden Daten über den KNX-Bus.

Funktionsprinzip

  • Universal-Eingänge, Digital- und Analog-Ausgänge können als Sendeobjekte (zu Sendezonen) verwendet werden.

  • Universal-Eingänge können als Empfangsobjekte (in Empfangszonen) verwendet werden.

  • Der Datenaustausch erfolgt, wie wenn die Klemmen der Geräte durch Draht verbunden wären.

Anzahl Sende-/ Empfangszonen

Es sind maximal je 32 Sende und Empfangszonen pro Linie erlaubt.

Hinweis

Aufgrund KNX-Bus spezifischer Gegebenheiten (z.B. Sendehäufigkeit) sind "erlaubte" und "nicht erlaubte" Anwendungen zu beachten:

Beispiele erlaubter Anwendungen

Der Einsatz universeller Sende- und Empfangszonen ist erlaubt und sinnvoll bei:

  • Ansteuern von dezentralen Aggregaten wie Motoren, Pumpen, etc.

  • Einfachen Steuerfunktionen, die nicht zeitkritisch sind

  • Gemeinsamer Weiterverarbeitung bzw. -verwendung von Bus-Informationen

Beispiele nicht erlaubter Anwendungen

Nachfolgende Anwendungen bzw. Ein-/Ausgangsgrössen dürfen nicht mittels universeller Sende- und Empfangszonen realisiert werden:

  • Sicherheitsrelevante Anlagen und Einrichtungen (z.B. Brandabschaltung, Entrauchung, Frostschutzfunktion)

  • Wenn die Anforderung "gleichzeitiges Startverhalten von Anlagen" besteht

  • Anwendungen, in denen ein Kommunikationsausfall von Sende- oder Empfangszonen einen Schaden verursachen kann

  • Regelstrecken, die zeitkritisch sind oder einen höheren Schwierigkeitsgrad haben (z.B. Drehzahlregelung über Druck, Feuchte)

  • Hauptregelgrössen, die zwingend vorhanden sein müssen

  • Erfassung und Auswertung von Impulsen

Hinweis

Nach dem Einschalten (Power-up) kann es einige Zeit dauern, bis die Signale vom Bus zur Verfügung stehen. Bei nicht erlaubten Anwendungen der Sende- und Empfangszone kann dies zu fehlerhaftem Verhalten der Anlage führen.

Aktivieren

Um die Funktion zu aktivieren, muss im Gerät bei einer Klemme die gewünschte Sende- oder Empfangszone eingestellt werden. Analog ist das Partnergerät einzustellen.

Hinweis

Der Sende-/Empfangsvorgang ist eine 1:n-Beziehung, d.h. in einer
Sende-/Empfangszone sind ein "Sender", aber mehrere "Empfänger" möglich. Über die Eingangsklemme kann ein Wert sowohl empfangen wie auch gesendet werden. Über die Ausgangsklemme kann ein Wert (Digital oder 0…10V) nur gesendet werden.

In einem RMS705B (Gerät 1) liegt der Luftqualitätswert eines Luftqualitätsfühlers vor. Dieser Wert wird als Sendeobjekt über einen Analog-Ausgang versendet und von einem RMS705B (Gerät 2) weiterverarbeitet.

Beispiel 1

Konzeption des Datenaustauschs

Für die Beispielaufgabe wird folgende Sende- und Empfangszone projektiert:

RMS705B, Gerät 1 RMS705B, Gerät 2 Wert
Klemme Sendezone Klemme Empfangszone
N.Y1 1 N.X1 1 Mittelwert Luftqualität

= Senden
= Empfangen

Konfiguration

Gerät 1

In RMS705B, Gerät 1 wird folgendes konfiguriert:

Hauptmenü > Inbetriebnahme > Kommunikation > LTE-Sendezonen >

Bedienzeile Bereich Werkeinstellung
N.Y1 1

Gerät 2

In RMS705B, Gerät 2 wird folgendes konfiguriert:

Hauptmenü > Inbetriebnahme > Zusatzkonfiguration > Eingangsbezeichner >

Bedienzeile Bereich Werkeinstellung
N.X1 ppm

Hauptmenü > Inbetriebnahme > Kommunikation > LTE-Empfangszonen >

Bedienzeile Bereich Werkeinstellung
N.X1 1